„Panda-Diplomatie“ in Berlin

Foto: Radio Hitwave

Berlin ist die Stadt der Bären und seit heute hat die Stadt zwei Bären mehr: Pandas. Die sind im Berliner Zoo und stammen aus China. Am Mittwoch wurden die beiden Pandas "Meng Meng" und "Jiao Quing" vorgestellt. Die wurden vor einer knappen Woche extra dafür eingeflogen. Sie sind aber nur geliehen, Berlin zahlt dem chinesischen Staat pro Jahr eine Leihgebühr in Höhe von einer Millionen Dollar. Deswegen hatten sich zur Übergabe der Urkunden auch zwei große Staatschefs angekündigt. Angela Merkel war gemeinsam mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping im Zoo. Für die Veranstaltung wurde ein großer Teil des Zoos abgesperrt, um dann vor Ort die geladenen Gäste in Sicherheit zu wissen. Alle anderen Zoogäste mussten an diesem Tag auf Giraffen und Flamingos verzichten. Um 15.30 Uhr fiel dann der große Gong, der rote Vorhang wurde zur Seite gezogen und man konnte die beiden Pandas sehen, wie sie da auf einer Holzbank saßen und Bambus in den Mund steckten. Das ganze hatte auch eine politische Bedeutung. Angela Merkel hat vor einiger Zeit gesagt "Die Zeiten, in denen wir uns komplett auf unsere Partner verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei." Damit meinte sie natürlich auch Amerika als Handelspartner. Deswegen müssen neue Handelspartner her und China kommt da sehr gut in Frage. Aus diesem Grund ist die Panda-Aktion auch nur ein symbolischer Teil dieser schon lange laufenden Verhandlungen. Für Firmen soll es in Zukunft deutlich einfacher werden, ihre Produkte in China zu verkaufen, andersherum soll auch der Import nach Deutschland einfacher werden.