Weniger Studenten beziehen BAFöG

Foto: Yannick Rautenberg // Radio Hitwave
Miete, Einkauf, Benzin – alles Dinge, die die meisten Schüler nicht zahlen müssen. Aber irgendwann steht das Studium an und dann muss Geld ran. Genau dafür gibt es das Bundesausbildungsgesetz, kurz BAFöG. Das regelt, dass Studenten, deren Eltern wenig verdienen, eine Unterstützung von bis zu 700 Euro pro Monat bekommen. Derjenige, der das beantragt, muss einen regelrechten Wald an Formularen durchkämpfen und seine kompletten Finanzen und die seiner Eltern offen legen. Immer weniger junge Menschen aus finanzschwachen Familien schaffen es an Unis und Hochschulen. Das ergaben WDR-Recherchen. So erhielten im vergangenen Wintersemester nur noch 15 Prozent der Studierenden in NRW Bafög. Vor fünf Jahren waren es noch 19 Prozent.
Die Gründe dafür sind nicht tiefgehend erforscht, allerdings haben viele Studenten Angst vor einer Schuldenspirale und der Bürokratie. Finanzschwache junge Menschen fangen so erst gar kein Studium an.