Air Berlin meldet Insolvenz an – Flugbetrieb geht vorerst weiter

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Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat einen Insolvenzantrag gestellt. Trotz Krise soll der Betrieb aber fortgeführt werden. Flugpläne und bereits gebuchte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Die Bundesregierung unterstützt die Airline mit einem Übergangskredit.

Schon seit 2008 schreibt das Unternehmen größtenteils rote Zahlen. Einen Rekordverlust erzielte Air Berlin 2016 mit rund 780 Millionen Euro. Im Laufe der Jahre hat sich ein Schuldenberg von knapp 1,2 Milliarden Euro angehäuft.

Über Verspätungen und Flugausfälle ärgerten sich die Passagiere in den letzten Monaten immer wieder. Deshalb flogen die Deutschen auch lieber mit anderen Airlines: Im Juli büßte Air Berlin 24 Prozent der Fluggäste ein. Lufthansa zeigte zwar Interesse an einem Kauf des Konzerns, will aber die Schuldenlast nicht tragen.