Wie entsteht ein Hurricane?

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Zum Ende eines Sommers wird es bei uns eigentlich nur kalt und regnerisch, in einigen Teilen der USA fängt dann allerdings die Hurricane-Saison an und so bilden sich immer wieder Wirbelstürme, die verheerende Schäden anrichten. Tropische Wirbelstürme entstehen meistens über dem Atlantik durch die Wärme im Ozean, wodurch mehr Wasser erhitzt und sich in Wolken sammelt. Durch Winde und die andere Einwirkungen beginnen diese Wolken sich zu drehen.

Erst vor einer Woche wurden Texas und Louisiana von dem Sturm „Harvey“ getroffen, bei dem 60 Menschen ums Leben kamen. Am Mittwoch traf schon der nächste Wirbelsturm „Irma“ auf das Land. Dieser Wirbelsturm hat laut dem National Hurricane Center in den USA die höchste Stufe 5 der Kategorisierung erreicht und ist damit einer der schlimmsten Stürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Stufe 5 der Sturm-Kategorisierung bedeutet, dass der Sturm Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h aufweist. „Irma“ wies Windgeschwindigkeiten von über 300 km/h auf. Nachdem der Sturm am Mittwoch über den Karibik-Inseln gewütet hat, bewegt er sich nun über die Dominikanische Republik und Haiti hin nach Florida. Dort bereiteten sich die Menschen auf das Schlimmste vor. Häuser und Hotels von Urlaubern und Einwohner wurden evakuiert. Dazu kommt noch, dass bereits der nächste Wirbelsturm im Anmarsch ist. „Jose“ ist bisher noch ein vergleichsweise kleiner Sturm der Kategorie 1 (118-153 km/h), der allerdings die selbe Laufrichtung aufweist, die durch „Irma“ bereits verwüstet wurde.

Die Wirbelstürme werden in Zukunft laut Experten immer weiter zunehmen und auch von der Kraft wachsen, da durch den Klimawandel die durchschnittliche Oberflächen-Temperatur der Ozeane ansteigt, wodurch der Effekt für die Entstehung eines Wirbelsturm begünstigt wird.

In Deutschland kommt es selten zu Wirbelstürmen, da wir in einer gemäßigten Klimazone leben. Trotzdem kann es auch in Zukunft hier vorkommen, dass häufiger Stürme oder sogar Wirbelstürme auftreten, so wie z.B. im Mai 2016. Bei diesem Unwetter kam es zu starken Niederschlägen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. Solche Wirbelstürme wie in den USA sind in Deutschland allerdings keine Bedrohung.