Britische Behörden ermitteln weiter zum U-Bahn-Anschlag

Foto: Radio Hitwave

Nach dem Terroranschlag mit 30 Verletzten in einer Londoner U-Bahn arbeitet die Polizei in ganz Großbritannien weiter daran, die Täter zu fassen. Die britische Regierung hat zwar bereits die Terrorwarnstufe abgestuft – dennoch rät die Polizei den Bürgern wachsam zu sein und Auffälliges sofort zu melden.

Am Morgen des 15. Septembers hatte es mitten im Londoner Berufsverkehr eine Explosion in einer U-Bahn im Südwesten der Stadt gegeben. Augenzeugen zufolge sei unter den Fahrgästen unmittelbar Panik ausgebrochen. Da die Bahn zum Zeitpunkt der Explosion an einer Station hielt, flüchteten die Fahrgäste rasant aus dem Wagon und versuchten sich über die Treppen zum Ausgang in Sicherheit zu bringen. Ausgangspunkt der Explosion soll ein weißer Plastikmülleimer gewesen sein, in dem die Bombe platziert war. Die Polizei nimmt an, dass der Attentäter die Bombe im Wagon abgelegt hat und diese per Zeitzünder aktiviert wurde. Nach mehrtägiger Fahndung haben die Behörden nun insgesamt fünf Tatverdächtige festgenommen, drei von ihnen in Wales. Ob es sich bei ihnen tatsächlich um die Verantwortlichen für den Anschlag handelt, ist bis jetzt aber unklar.

Außerdem ist fraglich, ob die Terrororganisation „Islamischer Staat“ dahintersteht. Diese hat den Anschlag zwar bereits öffentlich für sich verbucht, die Ermittler zweifeln aber an der Echtheit des zugehörigen Bekennerschreibens, unter anderem da die Tat nicht zu den vorigen Anschlägen des IS passt. Die Bombenexplosion in der U-Bahn erinnert an den Terroranschlag von 2005, bei dem in der Londoner U-Bahn 56 Menschen ums Leben kamen. Damals wie heute gab es Probleme beim Zünden der Bombe, was vermutlich vielen Menschen das Leben rettete.

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