Proteste gegen AfD-Einzug in Berlin

Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave

Immer wieder werden in letzter Zeit bei Wahlen rechte Parteien gewählt – zuletzt in Tschechien und bei uns zur Bundestagswahl die AfD. Die darf am Dienstag ihren neuen Platz einnehmen und dann bei der Regierung mitentscheiden. Einige finden das gut, klar, sie wurde ja auch gewählt. Viele stellen sich aber dagegen und wollen es der neuen Partei nicht so einfach machen. Laut ARD haben sich am Sonntag 12.000 Menschen rund um das Berliner Regierungsviertel versammelt und ein wirklich buntes Bild abgegeben. Bunte Schilder in Rot, Orange, Gelb und vielen anderen Farben mit einer klaren Botschaft: Gegen Rassismus. Darauf zu lesen war zum Beispiel „Mein Herz schlägt für Vielfalt.“, „Gegen Rassismus im Bundestag“ oder „Meine Stimme gegen Hetze“. Die Menschenmenge hat bis zum Brandenburger Tor gereicht, darunter viele Organisationen, Vereine, Parteien und auch einzelne Demonstranten. Organisiert hat die Aktion der 23-jährige Stundent Ali Can. Er will damit erreichen, dass sich noch mehr Menschen gegen die neuen Mitarbeiter im Bundestag stellen. Denn die AfD habe sich im Wahlkampf rechtsradikal und rassistisch geäußert.
Trotzdem sehen viele die Aktion kritisch, schließlich sei die Partei nur in der Regierung, weil sie dahin gewählt wurde. Ein Sprecher der AfD verteidigt sich jetzt sogar mit den Worten, die Demonstration sei ein Angriff auf die Demokratie. Insgesamt bekommen die Aktivisten aber viel Zuspruch von Parteien und Verbänden – sie sagen, die Geschichte habe gezeigt, was Hass und Rassismus anrichten können.