Sturm Herwart richtet große Schäden in Deutschland an

Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave

Es scheint, als müssten wir uns auch in Deutschland daran gewöhnen, dass heftige Stürme ganze Regionen in Ausnahmezustand versetzen. Es ist schon der dritte Mega-Sturm bei uns, nach Xaver und Sebastian. Sturmtief „Herwart“ hat bei uns gewütet. Die Menschen in NRW sind ziemlich glimpflich davon gekommen: Einige umgefallene Bäume, wenige Bäche sind über die Ufer getreten. Bis Straßen nach Unfällen wieder freigegeben werden konnten, hat es einige Stunden gedauert. Die Feuerwehr musste mit großen Fahrzeugen anrücken und großen Baumstämme zersägen. 

Außerdem starb ein 63-jähriger Camper aus NRW, der mit seinem Bruder an der Nordseeküste war und von der Sturmflut überrascht wurde. Sie wollten nach Polizeiangaben von dem steigenden Wasserpegel zu Fuß flüchten und wurden mitgerissen. Der 59-jährige Bruder konnte sich festhalten und wurde mit einem Boot gerettet, sein älterer Bruder ertrank. 

Der Schaden wird wohl in die Millionen gehen. Abgedeckte Häuser, vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und ein Frachtschiff, das vor Langeoog auf Grund gelaufen ist und droht, Treibstoff zu verlieren und das empfindliche Wattenmeer zu verschmutzen. Außerdem natürlich die vielen Bäume auf den Bahn-Schienen, die noch heute für Ausfälle und Verspätungen sorgen. Die Bahnstrecke Hannover-Dortmund ist nur eine von vielen, die vorsorglich gesperrt wurden und vom Normalbetrieb noch weit entfernt ist.