Es war eine der größten Flüchtlingswellen der modernen Geschichte, als im Jahr 2015 über eine Millionen Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland kamen. Da viele Städte überfordert mit so vielen Neuankömmlingen waren, sind viele der Flüchtlinge in Asylbewerberheime gekommen. Diese waren verteilt auf alte Kasernen, Sporthallen, Container oder Zelte und wurden auch immer wieder Opfer von Anschlägen auf die Bewohner.

Nachdem 2015 ein Höhepunkt dieser Gewalttaten verzeichnet wurde, nimmt die Zahl immer weiter ab. Trotzdem gab es in den ersten neun Monaten dieses Jahres, laut dem Bundeskriminalamt, 211 Anschläge auf Asylbewerberheime. Das entspricht fast einem Anschlag pro Tag.

Diese Gewalttaten haben meistens einen rechtsradikalen Hintergrund und sind hauptsächlich Brandstiftung und Sprengstoffangriffe auf die Bewohner. Das BKA hat allerdings festgestellt, dass die Attacken gegen die Asylbewerberheime insgesamt, genau wie die Zuwanderungszahlen, abnehmen.