Trump erklärt Jerusalem zu neuer Hauptstadt von Israel

Foto: Nico Nölken // Radio Hitwave

Immer wieder hört man in den Nachrichten von den Streitigkeiten zwischen Israeliten und Palästinensern im weit entfernten Israel. Diese Streitigkeiten beruhen auf der Teilung von Palästina nach dem zweiten Weltkrieg. Dabei wurde der neue Staat Israel gegründet, der innerhalb eines Teils vom ehemaligen Palästina liegt. Unter der Bevölkerung gibt es bis heute einen anhaltenden Streit um die Staatsgebiete, der immer wieder als Nahostkonflikt in den Nachrichten auftaucht.

Der US-Amerikanische Präsident Donald Trump scheint diesen Konflikt nun wieder weiter anzufachen, denn er verlegt die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem, also von der eigentlichen Hauptstadt Israels zu der von den Israelis gewünschten Hauptstadt.

Damit ist die USA das erste Land, welches die Haupstadt Jerusalem anerkennt. Damit versucht Trump im Nahen Osten für Frieden zwischen den beiden Völkern zu sorgen, will aber nicht die Staatsgrenzen der beiden Staaten neu festlegen. Die Streitigkeiten sollen immer noch zwischen den beiden beigelegt werden.

Auf den Schritt der USA gibt es unterschiedliche Reaktionen. Die Israelis begrüßen die Neuerung und haben andere Staaten aufgerufen, dem Beispiel der USA zu folgen und ihre Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Die Palästinenser hingegen haben scharfe Kritik an der Vorgehensweise von Trump geäußert und riefen zum Widerstand auf, da auch Palästina Jerusalem als zukünftige Hauptstadt für einen neuen Staat ansieht. Auf Seiten der palästinensischen Hamas wurde von einer „Kriegserklärung“ und einem „Akt der Aggression“ gesprochen.

Weltweit hagelte es weiter Kritik für den US-Präsidenten. Laut der Saudi-Arabischen Regierung sei diese Tat ein Rückschritt für den Friedensprozess der schon seit Jahren anhält. Auch die deutsche Regierung distanzierte sich von dem Schritt der US-Regierung. Dazu sagte Außenminister Sigmar Gabriel, dass Washington mit diesem Schritt Öl ins Feuer gießen würde, anstatt den Konflikt einzudämmen.

Bis Donnerstag Abend hatte die Hamas zu einer Intifada aufgerufen und Israel hat seine Truppen an den Grenzgebieten verstärkt. Eine Intifada ist ein Volksaufstand, der vom gesamten Volk unterstützt wird, dabei wurde das Volk heute aufgefordert Grenzen zu überschreiten.

Bisher ist es noch zu keinen großen Ausschreitungen zwischen den beiden Völkern gekommen. Es wird allerdings damit gerechnet, dass es morgen beim muslimischen Freitagsgebet zu Ausschreitungen kommen könnte. Derweil hat der israelische Premierminister verlauten lassen, dass sich auch andere Staaten anschließen und dem Beispiel der USA folgen wollen. Dabei nannte er allerdings keine konkreten Namen.

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