ver.di-Streiks legen Nahverkehr und Kitas lahm

Foto: Nico Nölken // Radio Hitwave

Überlastete Car-Sharing-Anbieter, Staus auf den Straßen und genervte Pendler — bei den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) und den Bonner Stadtwerken (SWB) blieben am Mittwoch alle Straßenbahnen und Busse im Depot. Ein von der Gewerkschaft ver.di organisierter Warnstreik legte den gesamten Betrieb der Verkehrsgesellschaften lahm und sorgte für Chaos in Köln und Bonn. Bis Donnerstagmorgen werden die Busse und Bahnen in den Rhein-Metropolen keine Fahrgäste befördern.

Die Alternativen für Pendler beschränkten sich am Mittwoch auf Busfahrten von Subunternehmen der KVB. Der Streik endet am Donnerstag gegen drei Uhr morgens. 

Auch die Mitarbeiter der 226 städtischen Kitas, Jobcentern sowie der Bäder und Saunalandschaften der Stadt Köln waren vom ver.di-Streik betroffen. Andere NRW-Städte wie Duisburg waren in den vergangenen Tagen von den Streiks betroffen, der stillgelegte Nahverkehr konnte größtenteils durch verstärkte S-Bahn-Fahrten der Deutschen Bahn kompensiert werden.

Die Gewerkschaft fordert für die Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen unter anderem eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr. Bisher endeten alle Verhandlungsrunden in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst ohne Erfolg. Sollten weitere Verhandlungen erfolglos sein, könnten weitere Warnstreiks folgen.