Uhrenumstellung in der Kritik

Viele hat es am Sonntag Morgen kalt erwischt! Der erste Blick ging auf den Wecker, der noch auf Winterzeit stand – und der zweite Blick ging aufs Handy. Das war aber schon eine Stunde weiter. Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Zweimal im Jahr sorgt die Umstellung für viel Ärger besonders bei älteren Menschen und Leuten mit festem Schlafrhythmus.

Jedes Jahr wird in den Parlamenten über die Abschaffung diskutiert. Immer wieder engagieren sich Bürger mit Petitionen dagegen. Gebracht hat das alles bis jetzt nichts. Zuletzt wurde ganz oben – auf europäischer Ebene diskutiert. Das Europäische Parlament hat vor einigen Wochen darüber beraten. So richtig überzeugt hat das Ergebnis allerdings nicht: Ein Gutachten soll jetzt Aufschluss darüber geben, wie sinnvoll die Umstellung wirklich ist und ob es genügend Argumente dagegen gibt, um dann im Anschluss auch die Kollegen aus der Europäischen Komission zu überzeugen.
Ursprünglicher Gedanke war es, die Zeiten stärker auf die Jahreszeiten auszurichten und damit Energie zu sparen und vor allem dafür sorgen, dass Landwirte und andere Arbeiter an der frischen Luft mehr am Tag schaffen.
Seit ihrer Einführung wird das aber immer wieder hinterfragt und zum Teil auch widerlegt.
Einige Staaten haben sich schon aus der Regelung rausgezogen – in der Türkei gibt es zum Beispiel keine Zeitumstellung mehr.