Es regnet Weltraumschrott auf die Erde

Foto: Madeleine Luhmann / Radio Hitwave

3,5 Tonnen Schrott werden an Ostern unkontrolliert vom Weltall auf die Erde prallen. Nach zwei Jahren freien Fluges beendet die havarierte chinesische Raumstation „Tiangong 1“ ihren Flug.

Tiangong 1 startete als erste chinesische Raumstation am 29. September 2011 ins Weltall. Während ihrer Zeit im All dockten verschiedenste bemannte und unbenannte Raumschiffe an ihr an. Ihre Aufgabe war es, die Erforschung von Kopplungsmanövern und Langzeitaufenthalten von Raumfahrern zu erproben. Zudem diente sie zur Erdbeobachtung.

Eine genau Zeit und ein genauer Ort sind noch nicht bekannt, da der Kontakt zur Raumstation seit März 2016 abgebrochen ist. Das Büro für Raumfahrtrückstände am Europäischen Satellitenkontrollzentrum Esoc in Darmstadt teilte mit, dass er geographisch zwischen 43 Grad nördlicher und 43 Grad südlicher Breite abstürzen wird. Somit sind Deutschland, Österreich und die Schweiz nicht davon betroffen. Zeitlich gesehen wird es frühestens Samstagmorgen passieren.

Die Trümmerteile werden sich auf einer Schleppe von ca. 1.200km verteilen. Dementsprechend ist das Risiko, dass jemand verletzt wird sehr gering. Für die Profis übrigens Routine, denn jährlich stürzen um die 80 Tonnen Schrott unkontrolliert auf die Erde.

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