Wissenschaft erfolgreich gegen Plastikmüll

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Tonnen von Müll landen täglich in den Ozeanen der Erde. Vor allem der Plastikmüll belastet unser Ökosystem. Alleine eine Plastikflasche im Meer braucht 450 Jahre, um zersetzt zu werden. Ganz schön lange, wenn man bedenkt, wie viel Plastikmüll weltweit produziert wird. Voraussichtlich sind im Jahr 2050 drei Mal mehr Plastik als Fische im Meer. Für die Umwelt ist das eine Katastrophe.
Aber vielleicht gibt es jetzt eine Möglichkeit den Plastikmüll zu reduzieren.
Durch eine zufällige Entdeckung englischer Forscher wurde nämlich ein Enzym gefunden, das Plastik abbauen kann.

2016 wurde in einer japanischen Mülldeponie ein Bakterium entdeckt, das sich von Plastik ernährt. Bei der Untersuchung des Bakteriums schafften die Forscher ein Enzym, das PET in seine Bestandteile zerlegen kann. PET ist das Plastik, das für Getränkeflaschen verwendet wird.
Durch Experiemente mit dem für die Verdaung zuständigen Enzym des Bakteriums, wurde zufällig die Zersetzungsgeschwindigkeit erhöht. D.h. das Enzym begann das Plastik schneller zu zersetzen. Es gelang den Forschern eine Steigerung der Geschwindigkeit um 20% zu erreichen. Nach Angaben der Forscher ist da aber noch Luft nach oben. Durch bereits bestehende Enzym- Technologien wäre es nämlich möglich, ein superschnelles Enzym zu entwickeln.

Mit dem Enzym wäre es in Zukunft möglich, Plastikfalschen zu recyceln. Aus den zersetzen Bestandteilen könnten wiederum neue Plastikflaschen hergestellt werden. Es müsste also kein neues Plastik durch Erdöl erzeugt werden. Die Plastikproduktion und damit auch der Plastikmüll könnte so reduziert werden.

Bis das Enzym wirklich in großen Maßen eingesetzt werden kann, wird jedoch noch einige Zeit vergehen.