Trump will Strafzölle für Stahl und Aluminium aus der EU

Foto: Nico Nölken // Radio Hitwave

Wir kennen das alle vom Trödelmarkt: Wenn wir an unserem Stand stehen und es kommt ein Interessent, dann hoffen wir natürlich, dass derjenige auch etwas bei uns kauft. Vielleicht geht er aber auch zum Nachbarn. Ungefähr so kann man sich die Situation zwischen EU und USA im Moment vorstellen. Nur, dass US-Präsident Donald Trump im Moment versucht, dass amerikanische Firmen nur noch an seinem Stand kaufen und nicht mehr an dem von anderen Ländern. Es geht dabei um Stahl und Aluminium und wenn andere Länder trotzdem ihre Waren in Amerika anbieten, dann müssen sie wohl ab Dienstag Strafzölle, also eine Gebühr zahlen.

Die europäischen Länder, vor allem aus Deutschland, Frankreich und Großbrittanien versuchen jetzt natürlich, das zu verhindern. Der französische Präsident Macron war schon in den USA und hat gegen Strafzölle geworben, auch Merkel war am Wochenende in Amerika. Sie alle haben aber nur eins erreicht: Am Dienstag will Donald Trump dann entscheiden, ob es zu dieser Gebühr für ausländischen Stahl und Aluminium kommt.

Uns betrifft das ganze zwar nur Indirekt, wir alle könnten aber die Auswirkungen zu spüren bekommen. Denn der amerikanische Markt ist ein großer Abnehmer für deutsche Produkte und wenn unsere Firmen in Zukunft höhere Zölle zahlen müssen, dann werden ihre Waren natürlich teurer. Das widerum könnte dazu führen, dass weniger gekauft wird, was auch bewirkt, dass in Deutschland weniger Steuern ankommen. Außerdem kauft die betroffene Firma natürlich auch selbst weniger Rohstoffe ein, weil sie weniger verkaufen. Das alles könnte einen langen Schwanz an Reaktionen hinter sich ziehen, der über längere Zeit hinweg die Wirtschaft schwächt.

Selbst wenn sich Donald Trump dann am ersten Mai äußert, muss das noch nichts heißen. So mancher Vorschlag von Trump wurde in seiner Amtszeit schon wieder gekippt.

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