IDAHOBIT 2018: Tausende Demonstranten in 70 deutschen Städten

Foto: Benjamin Scholz / Queer.de

Noch bis 1990 galt Homosexualität nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Krankheit, bevor sie am 17. Mai aus dem Diagnoseschlüssel gestrichen wurde. Am Donnerstag nutzten Tausende Demonstranten in fast 70 deutschen Groß- und Kleinstädten den internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT), um auf immer noch vorhandene Diskriminierung in Teilen der Gesellschaft hinzuweisen. Hitwave-Reporter Nico Nölken begleitete die Kundgebung auf der Deutzer Brücke in Köln.

Hier gestaltete ein Aktionsbündnis, das aus Vereinen, LGBTIQ*-Treffpunkten und Parteien besteht, wie bereits seit 2005 einen Flashmob. Mittlerweile hat sich das Event zum zweitwichtigsten Tag queerer Sichtbarkeit nach dem CSD entwickelt. Nachdem sich die Demonstranten auf dem Alter Markt trafen und Rednern zuhörten, setzten sie auf der Brücke mit einer Regenbogen-Menschenkette ein Zeichen der Solidarität. „Das Colouring der Menschen macht die Welt erst zu einem Planeten der Vielfalt. Wo jeder Mensch so leben soll, wie er es möchte“, erklärte das Aktionsbündnis. 

Während sich die Demonstranten auf der Brücke zu einer Kette zusammenschlossen, spannten sie ein langes Tuch aus zusammengenähten Fahnen, das der Länge der Brücke sehr nahe kam. Darauf waren die Flaggen der Länder abgebildet, in denen queere Menschen auch heute noch verfolgt werden. Als Höhepunkt des Tages ließen die Teilnehmer anschließend bunte Luftballons in den Himmel über der Domstadt steigen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.