Tornado verwüstet Viersen: Mindestens drei Schwerverletzte

Foto: Twitter/BigWiesel92

Insbesondere die USA sind für Tornados bekannt, jedoch wütete gestern Abend einer im nordrhein-westfälischen Viersen am Niederrhein. Auch Expertenkreise sprechen von einem unwahrscheinlich heftigem Wetterphänomen: Meteorologe Jörg Kachelmann von „Kachelmannwetter“ beschrieb das knapp fünfzehnminütige Unwetter etwa als „einen sehr eindrucksvollen Tornado“.

Der Tornado zog zunächst über freie Felder, kam dann aber doch einigen Häusern sehr nahe und deckte zahlreiche Dächer ab. Eine Gefahr stellten neben umknickenden Bäumen auch umherfliegende Gegenstände dar. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, ein 23-Jähriger wurde von einem Ast getroffen und ein Feuerwehrmann wurde im Einsatz durch einen Stromschlag verletzt.

Über das Phänomen der Tornados ist Meteorologen bereits eine Menge bekannt, jedoch bleibt vieles auch wegen der Gefahren weiterhin unerforscht. Ihre Entstehung ist sehr komplex und hängt mit unterschiedlichen Eigenschaften von Luftschichten zusammen, die aufeinandertreffen. Bei der Sichtung eines Tornados sollten sich Betroffene schnellstmöglich in sichere Räume wie den Keller oder den Flur begeben. Autos gelten hingegen nicht wie bei Gewittern als sicher, da ein Tornado bei entsprechenden Geschwindigkeiten sogar einen LKW durch die Luft wirbeln kann.

In Deutschland gibt es jährlich circa ein Dutzend Tornados, sechs von ihnen wurden in diesem Jahr bereits gesichtet. Im Vergleich: In den USA werden jährlich rund 1.200 Tornados beobachtet.

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