Hitwave Check: Jurassic World vs Realität

Foto: Madeleine Luhmann // Radio Hitwave

Jurassic World 2 ist jetzt im Kino. Die Filmreihe von Stephen Spielberg hat unser Bild von Dinosauriern entscheidend geprägt. Allerdings sind die Dinosaurier in den Filmen überhaupt nicht realistisch dargestellt. Heutzutage weiß man, dass sie ziemlich anders ausgesehen haben.

Die Macher von Jurassic Park und Jurassic World haben sich zwar an den Skeletten von echten Dinosauriern orientiert, aber nicht beachtet, dass da noch Muskeln und Fleisch drüber liegen. Sie haben die Dinoskelette einfach mit Haut bedeckt.

Der T-Rex war zum Beispiel viel massiger als in den Filmen. Außerdem konnte er gar nicht brüllen. Er hat stattdessen ganz tiefe Laute von sich gegeben.
Er hatte übrigens auch fellartige Federn (Protofedern genannt) am Rücken entlang und seine Zähne waren von außen nicht sichtbar sondern von Haut und Fleisch bedeckt.

Die Velociraptoren waren höchstwahrscheinlich auch gefiedert. Sie waren auch deutlich kleiner als in den Filmen und hatten viel schmalere Köpfe.

Dass in den Filmen keine realistischen Dinosauriermodelle verwendet wurden, hat vor allem zwei Gründe. Zum einen wusste man vor 25 Jahren, als der erste Jurassic Park rauskam, noch nicht annähernd soviel über Dinosaurier wie heute. Diese veralteten Modelle hat man dann aber auch in den neuen Jurassic World Filmen übernommen. Zum anderen sollten die Dinosaurier ja möglichst angsteinflößend aussehen. Sie sollten groß und mächtig wirken und man sollte ihre spitzen Zähne sehen können.
Im ersten Jurassic World rechtfertigt der Chef-Genetiker Henry Wu die unrealistische Darstellung damit, dass die gefundene Dinosaurier-DNA nicht vollständig war und deshalb mit der DNA anderer Tiere aufgefüllt werden musste.