Union einigt sich im Asylstreit

Foto: Paul Scharapow // Radio Hitwave

Lange hat sich CSU-Chef und Innenminister Seehofer zu einer Entscheidung bitten lassen, doch am Montag zeichnete sich endlich eine Wende ab.Horst Seehofer und Angela Merkel haben sich am Sonntag Abend zuerst in getrennten Lagern beraten. Es ging um die Frage, ob die CSU Merkels Lösungsansätze für das “Asylproblem” annimmt. Die hat sie auf dem EU-Gipfel ausgehandelt. Einer davon sieht vor, die Flüchtlinge in Sammellagern sowohl in, als auch außerhalb der EU unterzubringen. Zusätzlich sollen die EU-Außengrenzen stärker geschützt werden.
Laut Merkel werden diese Maßnahmen die selbe Wirkung erzielen, wie Seehofers Vorschlag.
Er ist nämlich für stärkere Kontrolle an den deutschen Grenzen und verlangt, dass bereits im Ausland registrierte Flüchtlinge nicht in Deutschland einreisen dürfen sollen.

Doch das würde Probleme mit anderen Ländern in der EU verursachen, die sich dann alleingelassen fühlen. Deshalb sprechen sich CDU und SPD für Merkels Lösungsansätze aus.
Dass nun auch die CSU den Alternativen zustimmt, ist erst seit dem Abend klar. Erst kündigte Seehofer seinen Rücktritt an, dann zog er ihn doch zurück.

Wäre es nicht zu einer Einigung kommen, wäre die CSU möglicherweise aus der Koalition austreten. Damit hätten sich CDU und SPD entweder einen neuen Koalitionspartner suchen, oder als Minderheitsregierung weitermachen müssen.

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