Ein Jahr nach G20: Harte Strafen für Randalierer

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Eine Stadt im Chaos, Polizisten und Randalierer gehen aufeinander los, es gibt hunderte Verletzte. Das ist kein Kathastrophenfilm, sondern das, was vielen zum Thema G20 in Hamburg einfällt.
Seitdem gab es relativ harte Strafen. Zweieinhalb Jahre Haft für einen Flaschenwerfer, obwohl die Staatsanwaltschaft nur anderthalb gefordert hatte. Der Italiener Fabio V., der am Rande einer Demonstration festgenommen wurde, saß Beobachtern zufolge trotz dünner Beweislage monatelang in Untersuchungshaft. Ein Plünderer soll für über drei Jahre in Haft bekommen haben.
Laut Polizeiangaben gebe es rund 3200 Verfahren, die Medienberichten zufolge die Behörden überlasten. Darum dauert es bis zum endgültigen Urteil oft lange.
Politisch hatten die Krawallen keine Folgen, obwohl von vielen Kritikern oft von Fehlern der Polizei oder sogar absichtlicher Provokation gesprochen wurde.
Auch, wenn noch nicht viel passiert ist, eins ist wahrscheinlich: Das Vertrauen vieler Hamburger in Organisatoren und Polizei hat an diesen verhängnisvollen Tagen voller Ausschreitungen und brennenden Autos wohl sehr gelitten.

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