Rassismusvorwürfe gegen den DFB

Grafik: Joceline Grotefels

Ex-Nationalspieler Mesut Özil twitterte am Sonntag: „Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre“.  Zudem stellte er klare Anschuldigungen gegen DFB-Chef Grindel. „Ich werde nicht länger als Sündenbock dienen für seine Inkompetenz und seine Unfähigkeit, seinen Job ordentlich zu erledigen“. Er habe absolut richtig gehandelt, stärkt der türkische Präsident Erdogan Özil den Rücken. Özil ließ sich mit seiner Formulierung aber noch eine Hintertür offen, wieder für die Nationalmannschaft zu spielen.

Die Aussage des DFB ist dazu das Gegenteil: „Dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, weisen wir (…) in aller Deutlichkeit zurück“. Man wolle seine „erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung“ fortsetzen. Es gab auch lobende Worte, der Verband dankte ihm für seine Leistung, vor allem bei der WM 2014.  Einige Aussagen von Özil wurden nicht kommentiert, z.B. ob er noch mal spielen wird. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) teilt diese Meinung.

Ob sich weitere Konsequenzen im Hinblick auf die EM 2024 daraus ergeben ist noch unklar. Sie wird am 24.09.2018 vergeben.