Ryan Air einigt sich mit irischer Gewerkschaft

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Im Tarifstreit zwischen der Billig-Airline Ryan Air und der irischen Gewerkschaft Forsa gab es einen Durchbruch. Bei dem Streit ging es um Urlaub, Stationierungen und Aufstiegsmöglichkeiten irischer Piloten. Unter Hinzuziehung eines Streitschlichters konnten beide Seiten einen Kompromiss erzielen. Seit Ende letzten Jahres befindet sich Ryan Air mit mehreren Gewerkschaften in Tarifverhandlungen, darunter auch in Deutschland. Zum bislang größten Streik mit mehreren Flugausfällen kam es am 10. August, an dem Piloten aus Deutschland, Irland, Belgien, den Niederlanden und Schweden beteiligt waren.

In Deutschland sieht man eine baldige Einigung im Tarifstreit eher skeptisch. Die Vereinigung Cockpit (VC) wolle die Ergebnisse der irischen Verhandlungen zunächst analysieren. Von Ryan Air erwarte VC höhere Kompromissbereitschaft und forderte höhere garantierte Gehälter für deutsche Piloten. Ryan Air sieht durch diese Forderung sein Niedrigkostenkonzept gefährdet und argumentiert mit höheren Endgehältern ihrer Kapitäne und Copiloten im Vergleich zu anderen Billig-Airlines. Auch die Gewerkschaft ver.di geht unter anderem gegen Befristungen, Leiharbeit und kurzfristige Versetzungen der in Deutschland stationierten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter an.