Papstbesuch in Irland sorgt für Demonstrationen

Foto: Papst Franziskus

Nicht alle freuten sich über den Besuch des obersten Hauptes der katholischen Kirche. Es gab einige Proteste aufgrund des Missbrauchsskandal, zwar liegt dieser schon einige Jahre zurück, aber die Iren sagen, es wurde damit nicht richtig umgegangen.

Der Murphy-Bericht fand heraus, dass Vertreter der Kirche mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben. Mit acht von ihnen traf sich Papst Franziskus gestern. In einem ein einhalb stündigen Gespräch sprach er über die Vorfälle und die Zeit danach.

Die Demonstranten sagen, dass es lange Zeit ein Thema war, über das nicht gesprochen werden durfte, alles wurde geheim gehalten und vertuscht. Heutzutage wird zwar drüber geredet, aber es passiert nichts. Verurteilungen von Priestern sind sehr selten. Das vereinbarte Schmerzensgeld wird nicht pünktlich gezahlt. Die Bürger wollen Wahrheit und Gerechtigkeit. Auch der irische Regierungschef forderte den Papst in seiner Rede dazu auf, seinen Einfluss dafür zu nutzen.

Der Papst selbst sagt, es sei ein Unding, wie es abgelaufen ist. Man dürfte aber nicht die positiven Aspekte der Kirche in Irland vergessen, sie setzte sich in der Vergangenheit und in der Gegenwart für die Förderung von Kindern und Jugendlichen ein.