Trump streicht Flüchtlingshilfe für Palästinenser

Kennt ihr das, wenn ihr etwas mühsam aufbaut und dann kommt jemand und macht es wieder kaputt? Genau so dürfte es dem Ex-US-Präsidenten Obama und vielen anderen Politikern gerade gehen. Donald Trump macht ja gerade genau das.
Dieses Mal hat das US-Außenministerium auf Trumps Geheiß hin 360 Mio. Dollar Förderung für das UN-Palästinenserhilfswerk eingestellt. Das hilft bisher knapp fünf Millionen Palästinensern, die aus Israel geflohen sind. Zwischen Israel und Palästina gibt es seit Jahrzehnten Krieg. Das Hilfswerk kann jetzt weniger für Bildung, Gesundheit und Nahrung sorgen. Allerdings wollen mehrere europäische und arabische Länder, auch Deutschland, jetzt mehr zahlen, um den Verlust zu kompensieren. Vor allem Israel hatte das Hilfswerk kritisiert, da es israelfeindlich sei. Trump hat sich schon öfter mit Israel solidarisiert, in Jerusalem hat man deshalb schon einen Bahnhof nach ihm benannt.
Und auch sonst hat er sich international nicht gerade beliebt gemacht. Den lautesten Aufschrei gab es wohl nach dem Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen. Das sei Trump nach eigener Aussage zu unfair gewesen und habe die US-Wirtschaft bedroht. Auch aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran ist er mit den USA ausgetreten. Begründung: Der Iran lüge und es würde wegen des Abkommens ein atomares Wettrüsten geben. Gerade droht er außerdem mit dem Aus des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA, wenn der US-Kongress sich in die Neuaushandlung einmische. In der UNESCO, also der Kulturorganisation der UN, und im UN-Menschenrechtsrat sind die USA seit Trumps Präsidentschaft auch nicht mehr vertreten.