150 Millionen Kinder erleben Gewalt in der Schule

© UNICEF/UN0232616/Zehbrauskas

An vielen Schulen gehört Gewalt unter Schülern zum Alltag. Kinder werden auf dem Schulhof verprügelt, andere gemobbt und die Lehrer bekommen es oft nicht mit. UNICEF hat jetzt einen Bericht zu Gewalt in Schulen veröffentlicht und der sagt: Die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 15 erleben Gewalt in der Schule. Das sind weltweit 150 Millionen Kinder. In vielen Ländern dürfen Lehrer ihre Schüler sogar schlagen. Daher fordert UNICEF, dass Lehrer ihre Schüler gewaltfrei erziehen müssen und dass Schüler lernen, einen Streit gewaltfrei zu lösen. Obwohl die Gewalt in den Schulen in den letzten 20 Jahren insgesamt gesunken ist, nahm sie in Deutschland zu.
Und das ist eine gefährliche Entwicklung, denn: Wer unter Gewalt leidet, kann sich nicht mehr aufs Lernen konzentrieren und schreibt schlechtere Noten. Damit wird oder bleibt er dann auch im späteren Leben eher arm. Außerdem führt Mobbing oft zu Verzweiflung. Die Opfer haben das Gefühl, ihrer Situation nicht entkommen zu können. Das führt von psychischen Problemen über Selbstverletzung bis hin zu Selbstmord.

Mit der Studie möchte UNICEF auf das Problem aufmerksam machen und erhofft sich, dass die deutschen Politiker mit Gegenmaßnahmen reagieren.