Diskussion um Hetzjagd-Video aus Chemnitz

Foto: Joceline Grotefels / Radio Hitwave

Seit den Krawallen in Chemnitz drehen sich die Diskussionen vor allem um ein Video. Es ist am 26. August aufgetaucht und zeigt ausländisch aussehende Menschen, die von rechtsextremen Menschen beleidigt und gejagt wurden. Angeblich soll das alles in Chemnitz stattgefunden haben.

Anlass für die tagelangen Auseinandersetzungen in der sächsischen Stadt war ein gewalttätiger Vorfall. Ein 35-jähriger wurde von ausländischen Personen niedergestochen und starb an seinen Verletzungen. Daraufhin gab es Proteste von rechten Gruppierungen, es soll Hetzjagden auf Ausländer gegeben haben.

Das Video einer solchen Verfolgung ging in kürzester Zeit Viral und durch viele Medien geteilt. Auch Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen äußerte sich zu dem Video. Laut „BILD“ zweifelt Maaßen an der Glaubwürdigkeit des Videos und erntet dafür massiv Kritik.

Ein Faktencheck zeigt: Das Video stammt aus Chemnitz, da bestimmte Gebäude und Straßenschilder durch Experten, wiedererkannt wurden. Auch erstattete drei Tage nach den Krawallen ein 22-jähriger Afgahne eine Anzeige bei der Polizei wegen so einem Vorfall. Trotzdem war es schon etwas dunkler zu dem Zeitpunkt der Aufnahme und das Video ist außerdem stark verwackelt und nicht besonders scharf.

Man kann also nicht mit Gewissheit sagen, ob das Video nun echt oder eine „Fake“ ist. Trotzdem ist es wohl ein Weckruf für die Gesellschaft, dass das Thema ausländerfeindlich weiter aktuell ist.