Tag der Deutschen Einheit: Land weiter gespalten!

Aus Ost und West wurde 1990 eins. Seitdem sind mittlerweile 28 Jahre vergangen. Aber auch heute noch gibt es einige Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Der Osten macht mit 16,2 Millionen Einwohnen 20% der Bundesbevölkerung aus. Die Menschen, die dort leben, verdienen im Durchnitt aber weniger als ihre westlichen Landsleute. Dazu kommt, dass sie stärker von Armut bedroht sind. Im Osten war 2017 mehr als jeder sechste armutsgefährdet. Das entspricht 17,8%. Im Westen des Landes waren es dagegen nur 15,3 %. Besonders auffällig ist die Armutsgefährdung der 18- bis 25 jährigen im Osten. Im vergangenen Jahr waren nämlich ein Drittel der jungen Leute betroffen.

Der Osten hat wirtschaftlich aufgeholt. Der Abstand zwischen Ost und West ist in den vergangenen Jahren kleiner geworden. Eine neue Studie des Prognos-Institutes zeigt nun allerdings, dass das Gefälle zwischen Ost und West bis zum Jahr 2045 wieder zunimmt. Grund seien Abwanderung und weniger Geburten. An den Zahlen wird deutlich, dass sich auch nach 28 Jahren der deutschen Einheit Osten und Westen des Landes noch stark voneinander unterscheiden. Trotz der positiven Entwicklung der letzten Jahre werden die Unterschiede, Prognosen zufolge, wieder größer.