Ausnahmezustand am Kölner Hauptbahnhof

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Diese Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof werden uns so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Ein Mann zündet einen Molotowcocktail in einem Schnellrestaurant und verletzt ein 14-jähriges Mädchen schwer. Im Anschluss stürmt er in eine angrenzende Apotheke und nimmt dort eine Frau als Geisel. Das SEK beendet die Geiselnahme nach zwei Stunden gewaltsam. Der Täter erleidet schwere Verletzungen und wird ins Krankenhaus eingeliefert.

Auch nach der Tat sind die Hintergründe der Geiselnahme noch unklar. Die Polizei schließt eine Verbindung zur Terrorgruppe IS nicht aus. Ob die Tat wirklich einen terroristischen Hintergrund hat, wollen die Beamten im Laufe der Ermittlungen erfahren.

Würzburg, Ansbach, Berlin und jetzt vielleicht auch Köln. Die Liste der Terroranschäge in den vergangenen Jahren in Deutschland wird immer länger. Das Ziel der Terroristen ist es, Angst zu schüren und Furcht und Schrecken zu verbreiten.
Statistisch gesehen starb in den vergangenen 20 Jahren weniger als einmal im Jahr ein Mensch durch einen Terroranschlag in Deutschland. Das zeigt eine Statistik aus dem Jahr 2016. Das ist nicht viel, aber trotzdem ist die Angst verständlich. Sie sollte aber keinen Platz in unserem Alltag finden und unsere Toleranz anderen Kulturen gegenüber beeinflussen. Das sagt der Angstforscher Prof. Borwin Bandelow. Er rät, das Leben einfach so weiterzuleben, wie bisher.