Küken schreddern hat ein Ende

Foto: monicore / Pixabay.com

Das sogenannte Küken schreddern steht seit Jahren in der Diskussion und bereits im Jahr 2017 sollte die Technik eingestellt werden. Durch lange Diskussionen um finanzielle Förderungen für Alternativen zog sich die Entscheidung hin. In Deutschland werden jährlich bis zu 50 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast, da ihre Aufzucht unwirtschaftlich wäre. Daran soll sich jetzt etwas ändern. Der Zentralverband der Geflügelwirtschaft gab nun bekannt, dass noch in diesem Jahr in einigen Betrieben eine neue Technik eingeführt werden soll. Mit einem Laser wird wenige Tage nach der Befruchtung der Eier erkannt, welches Geschlecht die Küken haben. Männliche Küken werden zwar immer noch aussortiert und zu Tierfutter verarbeitet, allerdings weit vor dem Schlüpftermin, sodass die Entwicklung der Embryos nicht sehr weit fortgeschritten ist. Die neuen Maschinen werden höchstwahrscheinlich sehr teuer und bis die neue Technik flächendeckend in Deutschland eingeführt werden kann, wird es noch einige Jahre dauern. Die Bundesregierung unterstützt die Anschaffung der neuen Geräte bislang finanziell nicht. Das wird aber vom Verband gefordert. Wir als Verbraucher haben aber bereits Alternativen und können jetzt schon in einigen Supermärkten Eier kaufen, bei denen auf das Schreddern der männlichen Küken verzichtet worden ist. Diese sind pro Packung etwa 40 Cent teurer, als vergleichbare Eier aus Freilandhaltung. 

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