Historischer Gipfel in Brüssel – Austritt aus der EU rückt näher

Nach dem Referendum von 2016, bei dem Großbritannien mit einer knappen Mehrheit von 2% für den Austritt aus der EU gestimmt hat, rückt dieser nun ein Stück näher. Denn nach 2,5 Jahren hat Theresa May ihren Austrittsvertrag am Sonntag im EU – Parlament vorgestellt. Jean Claude Juncker sagte dazu: “Es ist kein Tag zum feiern, sondern einer zum Trauern. Das ist kein schöner Tag für die EU!”
Angela Merkel sagte: „Es ist sehr schade und traurig, aber wir müssen das respektieren!”
Wenn man den Verlust von Großbritannien bezogen auf seine Wirtschaftskraft darstellen würde, wäre es so, als ob die 18 kleinsten Mitgliedsstaaten der EU alle gleichzeitig austreten würden. Nun hoffen alle auf eine geordnete Trennung. Wäre das nicht der Fall, würde es chaotisch enden und zu einer Kriese führen. Nachdem die Mitgliedsstaaten der EU diesem Vertrag zugestimmt haben, muss nun noch das Britische Parlament das OK geben. Dort gibt es viel Kritik an Theresa May und das selbst aus den eigenen Reihen. Deswegen ist noch nicht geklärt, ob der Vertrag eine Mehrheit in Großbritannien bekommt.

In dem Vertrag sind der Bestand der Zollunion und die offenen Grenzen große Themen, die auch für uns Bürger wichtig sind. Im Vertrag steht, dass bis 2020 eine Übergangsphase eingebaut ist, in der man alle wichtigen Themen regeln kann. In der Zeit bleibt Großbritannien im EU-Binnenmarkt und in der Europäischen Zollunion, alle EU-Regeln gelten weiter. Sie dürfen aber nicht mehr im Parlament abstimmen. Wenn auf die Produkte aus Großbritannien Zölle erhoben und ein Deutscher Handel ein Produkt aus Großbritannien kaufen würde, dann müsste der Handel Zölle bezahlen, dadurch würde das Produkt auch für uns als Endverbraucher teurer. In dem Vertrag steht auch, dass die nordirisch-irische Grenze weiter offen bleiben soll. Für Deutsche, die nach Großbritannien reisen möchten, bleibt alles beim Alten. Aber Leute, die dort arbeiten möchten, brauchen zukünftig ein Visum.