Wissenschaftler “züchtet” Babies

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Es klingt ein bisschen, wie in einem schlechten Film. In China soll es jetzt zum ersten Mal gelungen sein, zwei genetisch veränderte Babies auf die Welt zu bringen. Die sollen jetzt gegen HIV immun sein. Für Eltern wäre das eine tolle Nachricht, denn sie könnten eine schlimme Erkrankung bei ihrem Kind ausschließen. Trotzdem gab es viel Kritik.

Noch weiß nämlich keiner, ob das überhaupt wirklich so geklappt hat. Viele Experten zweifeln daran, dass so eine Veränderung am Genmaterial überhaupt möglich ist. Viele halten es auch einfach für einen PR-Gag. Aber wenn, dann wäre das ein „Unverantwortliches Human-Experiment.“ Das sagte zumindest der Vorsitzende des Deutschen Ethik-Rates, Peter Dabrock zum Bayrischen Rundfunk. Eine Kommentatorin der WELT befürchtet, dass dieser Versuch nicht der Erste gewesen sein könnte und die davor vielleicht einfach nicht veröffentlicht wurden. Der allgemeine Tenor der Kritik ist aber die Befürchtung, dass demnächst nur noch Designerbabies geboren werden.

Bevor es aber irgendwann soweit ist, muss das Ganze noch weiter erforscht werden. CRISPR heißt sie und ihr könnt sie euch als eine Art Schere vorstellen. Fehlerhafte Genstränge können so einfach entfernt werden. Das könnte Wissenschaftlern zufolge tatsächlich dabei helfen, Kinder vor der Geburt zu heilen. Wie weit das gehen soll, müssen wohl alle Eltern selbst entscheiden. Aber in Deutschland ist eine genetische Veränderung von Menschen sowieso verboten.