Hitwave-Check: Leben ohne Handy

Foto: Joceline Grotefels / Radio Hitwave

Hitwave Reporterin Jasmin Schumacher berichtet von ihrer Klassenfahrt ins Kloster. Und einer verpflichtenden Zeit ohne Handy.

Die strengen Essenszeiten, das morgendliche Beten und die Sprechruhe am Mittag, all das hat mir auf meiner Klassenfahrt ins Kloster vergangene Woche nichts ausgemacht. Nur die Handy-Regelung, die war hart. Morgens, abends und zur Mittagsruhe musste das Mobiltelefon abgegeben werden. In Speise- und Grupperäumen herrschte striktes Handyverbot. Ein Leben ohne Handy, für mich unvorstellbar.

Es fängt schon morgens an. Wer besitzt schon noch einen nervig piependen Wecker, wo das Handy morgens doch einfach das Lieblingslied spielen kann? Und weiter: Wenn im Bad keine Uhr hängt und du kein Handy hast, wie weißt du dann, wie viel Zeit du noch zum Duschen hast? Wie viele meiner Freunde bin ich abhängig von der Technik. Apps, Künstliche Intelligenz oder einfache Programme wie ,,Siri” ersetzen Karten, Telefonbücher, Terminkalender, Taschenrechner und vieles mehr. Doch am wichtigsten: Das Handy ersetzt oft die Freizeit. In der freien Zeit einen Film zu gucken ist bei uns Standard. Als das im Kloster nicht ging, wussten wir tatsächlich nicht, was wir tun sollten. Karaoke singen, dazu fehlte uns Youtube, ein Cafe besuchen, dafür fehlte uns Google Maps und all unsere Bücher sind E-Books. Mal eben jemanden fragen, ob er rüberkommen möchte, ohne What´s App eine ganz andere Aufgabe. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir ein Leben ohne mein Handy garnicht mehr vorstellen kann. Es ist einfach so schön bequem.