NRW geht gegen Kriminellen Clans vor

Foto: Paul Scharapow // Radio Hitwave

Am vergangenen Wochenende gab es die größte Clan-Razzia in der Geschichte des Landes NRW. Eine längst überfällige Aktion, laut dem Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Michael Mertens.

Am Samstag waren im Ruhrgebiet 1.300 Polizisten zusammen mit dem Zoll und den Finanzbehörden im Einsatz. Ziel war es, eine klare Botschaft an die Clans zu senden. NRW-Innenminister Herbert Reul sagte, „Für diesen kriminellen Teil der Großfamilien haben wir eine klare Botschaft: Bei uns in Nordrhein-Westfalen gilt nicht das Gesetz der Familie, sondern das Gesetz des Staates.“ 14 Festnahmen, 600 Anzeigen, 430 Verwarngelder, Beschlagnahmungen und 25 Betriebsschließungen waren das Ergebnis der Aktion.

Die Razzia war Teil eines langfristigen Projektes. Nach Angaben des Landeskriminalamtes sind zur Zeit sind um die 50 Clans in NRW in kriminelle Aktivitäten verstrickt, wie z.B. Rauschgifthandel oder illegale Glücksspiele. Die meisten davon sind im Ruhrgebiet aktiv. Auch in den legalen Geschäftsbereichen der Clans, dazu gehören der internationale Auto-Handel oder der Betrieb von Shisha-Bars, kommt es öfter zu Steuer- und Zollvergehen. Zu diesem Projekt gehört auch der Einsatz von zwei Spezial-Staatsanwälten, die sich ausschließlich um die Clan Kriminalität in Essen kümmern. Essen liegt zurzeit auf Platz eins der Städte mit den meisten kriminellen Clan Aktivitäten.S