Softwareprobleme bei Boeing 737 Max

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In den vergangenen Monaten sind zwei Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max direkt nach ihrem Start abgestürzt. Dabei sind 346 Menschen ums Leben gekommen. Der letzte Absturz war erst am 10. März.

Inzwischen steht fest, dass sich Piloten schon vor einem Jahr über die Flugzeuge beschwert hatten. Die Maschinen besitzen eine neue Software, die für Probleme sorgt. Direkt nach dem Start hat sich das Flugzeug wieder drastisch gesenkt, was sich Experten erst nicht erklären konnten. Nur nach dem Ausschalten des Autopiloten hat sich die Richtung wieder geändert.

Möglicherweise sind diese Softwareprobleme auch der Grund für die anderen Abstürze. So haben sich viele Piloten beschwert, dass sie nicht genügend über die neue Software informiert wurden und somit auch keine Ahnung hatten, wie sie in dieser Situation handeln sollten. Außerdem befanden sich keine Informationen über die neue Software im Handbuchs des Flugzeuges.

Die Softwareveränderung hat das Unternehmen eingebaut, weil die neue Boeing 737 Max viel größere Triebwerke besitzt als ihr Vorgänger. Damit soll das Flugzeug die nötige Geschwindigkeit erreichen. Die größeren Triebwerke beeinträchtigen aber auch die Aerodynamik und erhöhen die Gefahr eines Strömungsabrisses. Dagegen sollte eigentlich die Software MCAS helfen, auf die aber niemand trainert wurde.

Als Maßnahme gegen weiterer solcher Unfälle hat nun der europäische Flugraum eine dreimonatige Sperre für die Boeing 737 Max verhängt und auch in vielen weiteren Ländern gibt es nun Flugverbote. Außerdem stehen nun schon 200 der 350 ausgelieferten Maschinen am Boden, werden kontrolliert und überarbeitet.