Achtung! Kröten auf Wanderschaft!

Foto: Leon Oeste / Radio Hitwave

Die meisten von uns haben kein gutes Verhältnis zu Kröten. Sie sind schleimig, klein und warzig. Jedes Jahr sind sie zwischen März und April unterwegs und sind beim Überqueren der Straßen auf unsere Hilfe angewiesen. Die Kröten, sind um die Zeit immer auf dem Weg zu ihren Laich-Gewässern. Weil aber inzwischen viele alte Wanderwege der Tiere durch Straßen unterbrochen sind, macht das ihren Gang zu ihren Laichplätzen lebensgefährlich.

Deswegen haben sich in vielen deutschen Städten Gruppierungen von engagierten Menschen zusammengetan, um das Leben der Kröten zu retten.

Die Krötenretter aus Werl haben auch so angefangen. Sie sind durch extrem viele tote Tiere auf den Straßen auf das Problem aufmerksam geworden und wollten etwas tun. Auf Anfrage der Initiative hat die Stadtverwaltung Zäune und Eimer bereitgestellt. Mit dem Aufstellen der Zäune wird verhindert, dass die Kröten auf die Straße gelangen und überfahren werden. Die Krötenretter aus Werl machen das ehrenamtlich und gehen mindestens einmal am Tag gucken, ob Tiere in den Eimern sind. Die werden dann über die Straße zu den Laichplätzen gebracht. Seitdem sind es erstens viel weniger tote Kröten und zweitens werden es jährlich mehr Kröten, die das „Kröten Taxi“ nutzen. Vor allem bei Regen kommen die Kröten aus ihren Überwinterungsplätzen und dann können es in Werl schnell mal über 30 Kröten am Tag werden.

Aber man könnte noch mehr für die Kröten tun, sagt die Initiative: Zum Beispiel eine Geschwindigkeitsbegrenzung an den Stellen der Krötenwanderwege einzurichten, da das Trommelfell der Kröten bei über 30 km/h platzen könnte.

Zur Zeit wird das Thema „Umweltschutz“ viel diskutiert. Die Krötenrettung ist ein Beispiel dafür, wie man mit kleinen Aktionen ein großen Beitrag für die Umwelt leisten kann, so ein Teilnehmer. Die Gruppe aus Werl hat damit sogar schon den Umweltpreis der Stadt erhalten.