Kommt es zu einer Impfpflicht in Deutschland?

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Über 90 % der deutschen Kinder werden geimpft. Das sind viele, aber längst nicht alle. Die Debatte über eine Impfpflicht in Deutschland kommt immer wieder zur Sprache. Dabei geht es vor allem um eine Impfung gegen Masern. Der Erfolg von Impfstoffen ist bewiesen. Denn laut Robert Koch-Institut „erhält ein Impfstoff nur dann eine Zulassung, wenn nachgewiesen ist, dass er auch wirksam und verträglich ist. Den Nachweis muss der Hersteller in vorklinischen Untersuchungen und klinischen Prüfungen erbringen.“ Die Einführung einer Impflicht stößt in Deutschland aber trotzdem auf Protest. Die Gegner fürchten Nebenwirkungen und Impfschäden. Schuld daran sind vor allem Mythen und Halbwahrheiten. Denn ungefährlich ist Impfen nie. Jedes Jahr gibt es immer wieder Fälle, in denen durch das Impfen Schäden auftreten.

Die Zahl der betroffenen Fälle liegt im Jahr aber durchschnittlich nur bei 34. Und das bei knapp 50 Millionen Impfungen jährlich. Die Gefahr an einer Maserninfektion zu sterben ist viel höher, als eine Schädigung durch die Impfung selber.

Um den kursierenden Mythen und Ängsten entgegenzuwirken, versuchen viele Ärzte jetzt mit verstärkter Beratung und Aufklärung dagegen zu arbeiten. Aktuell sieht es in Deutschland aber nicht danach aus, dass es wie in Frankreich auch bei uns zu einer Impfpflicht kommt.