Immer mehr Deutsche lehnen Asylsuchende ab

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Die Demokratie in Deutschland ist für uns selbstverständlich. Eigentlich kann hier jeder sagen, was er möchte. Doch laut einer neuen „Mitte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung wird der Anteil der politisch rechts Orientierten immer größer. Laut der Studie achtet zwar ein Großteil der Deutschen die Demokratie, aber jeder zweite Deutsche tendiert dazu, Asylsuchende abzulehnen.

Die Studie sagt aus, dass noch 2014 44,3% der Deutschen gegen Asylsuchende waren, 2016 waren es 49,5% und nun ist die Zahl sogar auf 54,1% gestiegen. Auffällig ist, dass die Zahlen von Menschen, die gegen einzelne Bevölkerungsgruppen wie Muslime oder Sinti und Roma sind, viel geringer ausfällt (25,8%).

Außerdem kann man in der Studie lesen, dass 46% der Befragten meinen, dass geheime Organisationen politische Entscheidungen beeinflussen würden. Jeder vierte Befragte meint, dass Politik und die Medien zusammenarbeiten würden. 55% der Befragten sind der Ansicht, dass es in Deutschland ein Meinungsdiktat gibt.

„Lippenbekenntnisse zur Demokratie werden nach der Studie nicht reichen.“, meint zumindest Institutsleiter der Friedrich-Ebert-Stiftung Andreas Zick in einem Gespräch mit der ARD. „Was wir daraus lernen sollten, ist, dass man die Demokratie leben muss. Das heißt, dass wir auch Menschen mit anderen Kulturen akzeptieren müssen.“