Lego made in China? Polizei geht gegen Produktpiraterie vor

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Fahrzeuge, Raumschiffe, Burgen oder ganze Städte bauen – die Möglichkeit, aus dem Nichts etwas mit Lego-Steinen zu erschaffen, lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Wer nicht so viel Geld für die Originalware von Lego ausgeben wollte, konnte zuletzt noch chinesische Fake-Modelle im Internet bestellen. Dagegen ist die chinesische Polizei nun vorgegangen: Über 600.000 Bausätze in Wert von 27 Millionen Euro wurden bei einer Razzia beschlagnahmt. Die Durchsuchung war die Folge eines Urheberrechtsstreits zwischen Lego und der Firma „Longjun Toy Factory“, die die Marke Lepin vertreibt. Der chinesische Hersteller kopiert nicht nur die Namen der Modell-Serien – zum Beispiel „Star Plan“ statt „Star Wars“ – sondern auch Anleitungen, Verpackungen und Original-Bausätze.

Lego ist bei Weitem nicht die einzige Firma, die in China Opfer von Produktpiraterie geworden ist. Manche Fakes sind recht offensichtlich: Der bekannte Schokoriegel „Kit Kat“ wird zu „Kat Kot“ (mhh!) und die „Pringles“-Chips zu „Prongles“. Bei manchen Play-Station-Controllern muss man in China genauer hingucken, dass man nicht aus Versehen einen von „Fony“ kauft. Auch kurios: Eine komplette dm-Filiale mit Logo und deutschen Werbeslogan „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“ befindet sich in Shenyang – ohne, dass die Drogeriemarkt-Kette hierfür eine Genehmigung erteilt hätte.