Heftiger Wirbelsturm sorgt für Zerstörung in NRW

Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave
In Bocholt hat am Dienstagabend ein Wirbelsturm durch einen Teil der Stadt getobt. Neben einem abgedeckten Dach und ausgerissenen Bäumen wurden auch Autos geschoben und sogar durch die Gegend gewirbelt. Personenschäden gab es nicht. Nach der Hitze am Dienstag kam in der Nacht ein starkes Gewitter mit Böen von 100 km/h über die Niederlande auf NRW zu, welches sich aber über Deutschland abgeschwächt hat. Die Ausläufer waren aber in der Grenzregion noch zu spüren. Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes sagte zu dem Wirbelsturm in Bocholt „Das könnte ein Tornado gewesen sein.“, doch dies muss noch geprüft werden. Auch in einigen anderen Städten sind Bäume entwurzelt worden.
Die Entstehung eines solchen Wirbelsturmes bzw. Tornado ist sehr komplex und hängt mit unterschiedlichen Eigenschaften von Luftschichten zusammen, die aufeinandertreffen. Ein Gewitter bietet hierfür eine Optimale Grundlage. In Deutschland gibt es über das Jahr hinweg häufiger Wirbelstürme und Tornados, doch die Ausmaße sind dort ganz unterschiedlich. Je nachdem, wie groß sie sind. Auf die Frage, ob man mit immer mehr Stürmen rechnen kann, ist sich die Wissenschaft nicht einig.
Bei der Sichtung eines Wirbelsturmes oder Tornados sollten sich Betroffene schnellstmöglich in sichere Räume, wie den Keller oder den Flur begeben. Autos gelten hingegen nicht wie bei Gewittern als sicher, da bei entsprechenden Geschwindigkeiten sogar einen LKW durch die Luft gewirbelt werden kann.