Neue Studie zeigt: Mehr Jugendliche nutzen Lernvideos

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Ein Brett vor dem Kopf in Mathe oder Englisch kennt wahrscheinlich jeder von uns. Bislang haben wir bei Problemen in der Schule unsere Eltern gefragt, oder es uns nochmal von den Lehrern erklären lassen. Aber es geht auch anders: mit YouTube Lernvideos. Das zeigt zumindest eine neue Studie des Rates für Kulturelle Bildung, die untersucht hat, welche Programme Jugendliche oft nutzen. Am meisten wird WhatsApp genutzt. Gleich danach kommt YouTube. Auf dem dritten Platz liegen Facebook und Instagram.

Aus der Studie sticht besonders hervor, dass viele der Jugendliche nur Videos gucken, die „unterhaltsam“ und „witzig“ sind. Trotzdem sind nicht nur spaßige Videos angesagt, sondern auch Lernvideos. Diese Videos nutzen Jugendliche für Hausaufgaben, oder um sich Dinge erklären zu lassen, die sie in der Schule nicht verstanden haben.

Die Macher von Lernvideos betonen die Vorteile: Im Gegensatz zur klassischer Nachhilfe können die Jugendlichen die Hilfen dann abfragen, wenn sie möchten. Außerdem können sie ganz gezielt Themen, die sie nicht verstanden haben, suchen.

Aber es gibt auch Kritiker, wie zum Beispiel Bildungsministerin Karliczek, die sagt, dass Eltern oder andere Personen erst gucken sollten, ob das, was in den Videos erklärt wird, auch tatsächlich stimmt.

Aber auch Videos von PC-Games sind vor allem bei Jungen voll im Trend. Sie schauen sich dann Liveübertragungen ihrer Lieblings-Games von YouTubern an. Mädchen bevorzugen eher Schmink-Videos oder Live-Hacks. Die Digitalisierung ist aus dem Leben der Jugendlichen nicht mehr wegzudenken, was nicht zwangsläufig heißen muss, dass die klassische Nachhilfe nicht genau so effektiv ist.