Kükenschreddern nimmt kein Ende

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Kaum sind sie auf der Welt, müssen sie schon sterben: Etwa 45 Millionen männliche Küken werden jährlich in deutschen Mastbetrieben geschreddert. Da sie später keine Eier legen und auch nicht so viel Fleisch ansetzen wie Hennen, sind sie für die Landwirte nicht profitabel. Mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Leipzig soll diese Praxis nun verboten werden. Bis es jedoch alternative und massentaugliche Methoden zum Schreddern gibt, wird das Töten der Küken vorübergehend toleriert. Eine solche Methode stellt die Früherkennung des Geschlechts beim Embryo-Küken dar, sodass bereits bei den Eiern aussortiert wird.

Ethisch fragwürdige Praktiken bei der Massentierhaltung gibt es nicht nur in der Geflügelindustrie. So dürfen in der Schweinemast männliche Ferkel bis zum siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden. Ein weiteres typisches Problem ist, dass die Tiere auf zu engem Raum gehalten und dadurch häufig krank werden, weshalb eine hohe Dosis an Antibiotika gegeben werden muss. Deutlich artgerechter werden die Tiere in der Bio-Landwirtschaft gehalten, wo sie unter anderem mehr Platz und Freilauf haben.