20.000 Euro für unnütze Studie

Die Victoria Rooms in Bristol, gebaut in 1842, und heute Teil der Universität. Photograph taken in May 2003 by Robert Brewer (rbrwr) and released under the GFDL and cc-by-sa.

Es gibt viele Möglichkeiten, sein Geld aus dem Fenster rauszuwerfen. Ob es ein überteuerter Schokoriegel an der Kasse ist, oder ob es das Marken-T-Shirt ist, das eigentlich genauso aussieht, wie das günstigere Shirt ohne Logo. Geldverschwendung im großen Stil gab es jetzt aber in England. An der Uni Bristol gibt es ein historisches Gebäude, das dringend einen neuen Namen braucht. Das dachten sich zum mindest die Verantwortlichen.

Es wurden also durch eine Kommunikationsagentur mehrere Umfragen, Analysen, Ideensammlungen und eine finale Abstimmung durchgeführt. Die Uni hat dafür auch richtig Geld hingelegt. Insgesamt sind mehr als 20.000 Euro dafür geflossen. Der ehemalige Name „Senate House“, was auf Deutsch so viel heißt wie Haus des Senates, war einfach aus der Mode, es sollte etwas modernes her. So der Gedanke.

Die Umfrage unter den Studenten hat aber gezeigt: Der alte Name soll bleiben. Die Agentur hat tatsächlich nach mehreren Wochen der Forschung empfohlen: Lasst alles wie es ist.

Die Uni bekommt viel Kritik für die beauftragte Untersuchung. Man hätte auch einfach direkt die Studenten selbst fragen können, sagt ein Sprecher eines Bündnisses gegen Steuerverschwendung.