Killerbakterien in der Ostsee – Zweiter Todesfall

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Wenn man ans Meer geht, denkt man meistens an Spaß und Sonne, während man Killerbakterien erst mal nicht auf dem Schirm hat. Doch in der Ostsee gab es wegen solcher Bakterien innerhalb von vier Wochen zwei Tote. Wir haben uns gefragt, wie es zu diesen Bakterien kommt und wie man an ihnen sterben kann.

Die sogenannten Vibrionen sind Stäbchenbakterien und lieben es warm und salzig. Sie sind eigentlich immer da, halten sich aber bei Wassertemperaturen unter 20 Grad am Meeresboden auf und sind dann keine Gefahr. Steigt aber die Wassertemperatur an, kommen die Bakterien auch an die Wasseroberfläche und vermehren sich sprunghaft. Die Bakterien treten vor allem durch Wunden in den Körper ein, aber auch chronische Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes können die Bakterien anziehen. In erster Linie verursacht die Bakterie Durchfall. Gelangt sie in den Blutkreislauf, kann die Infektion in seltenen Fällen auch tödlich verlaufen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und andere Risikopatienten. Ärzte und eine Sprecherin von Lagus empfehlen in solchen Fällen momentan nicht in der Ostsee baden zu gehen.

Trotzdem wird vor einer Panikmache gewarnt. Denn bei etwa 80 Millionen Badegästen in den letzten 16 Jahren sind gerade mal 52 Infektionen festgestellt worden.