Bakterien in Wilke-Wurst: So könnt ihr euch schützen!

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Pferdefleisch in der Lasagne, gammeliges Steak in neuer Verpackung oder mit Ehec-Erregern infizierte Sojasprossen. Lebensmittelskandale kommen immer wieder vor. Im neusten Fall wurden Listerien in Wurstwaren der Firma Wilke festgestellt. Listerien sind Bakterien, die in der Umwelt fast überall vorkommen. Durch mangelnde Hygiene können sie auch Lebensmittel kontaminieren. Für gesunde, erwachsene Menschen stellen Listerien meist keine große Gefahr dar. Bei Schwangeren, Kleinkindern oder älteren Menschen kann eine Infektion mit den Bakterien aber schwerwiegende Folgen haben. Eine Listeriose kann im schlimmsten Fall zum Tod führen, aber auch eine Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung auslösen. Nachdem bundesweit vermehrt Fälle von Listeriose aufgetreten waren und sogar zwei Menschen an deren Folge verstorben sind, wurde die Lebensmittelbehörde auf die Firma Wilke aufmerksam. Seit Monaten gab es dort Listerien Befunde, was zwar von den Aufsichtsbehörden dokumentiert, aber nicht veröffentlicht wurde. Die Firma Wilke wurde nach dem Vorfall geschlossen. Ein Großteil der betroffenen Waren müssten mittlerweile aus dem Verkehr gezogen sein. Wer sich nicht sicher ist, ob seine Wurst betroffen ist, kann dies auf der Verpackung nachschauen. Verpackungen mit dem Indentitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ sollten entsorgt werden. Die meisten Supermärkte tauschen kontaminierte Artikel aber auch wieder um. In der Kantine oder an der Wursttheke könnt ihr um sicher zu gehen einfach nachfragen, ob Produkte der Firma Wilke verarbeitet wurden. Um sich Zuhause vor Listerien zu schützen, solltet ihr bei Fleisch und Fisch immer auf das Haltbarkeitsdatum schauen. Dies sollte bei diesen Waren nicht überschritten werden. Außerdem solltet ihr Fleisch und Fisch immer gut durchbraten, da die Bakterien bei der Hitze abgetötet werden.