Streiks legen Frankreich lahm

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An Weihnachten mit der Deutschen Bahn unterwegs zu sein, das ist alles andere als besinnlich. Verglichen mit Zugfahrern in Frankreich, hatten wir es aber ziemlich gut. Seit nun fast drei Wochen demonstrieren in Frankreich die Eisenbahngesellschaften gegen die von Präsident Emmanuel Macron geplante Rentenreform. Sie soll das System vereinfachen und die Defizite beheben. Der Nachteil: Dazu soll das Rentenalter von 62 auf 64 Jahre ansteigen. Ein Grund für Kulturorganisationen wie die Pariser Oper, mitzudemonstrieren. Die Schauspieler inszenierten in Paris einen Teil aus Schwanensee als Zeichen des Protestes.

Lediglich zwei automatisch betriebene U-Bahnen fahren noch in der Großstadt. Fernverkehrszüge, auch nach Deutschland, fahren nur wenige Male am Tag. Taxis, Mitfahrgelegenheiten und co. verzeichnen dagegen gute Geschäfte. Für wen es aufgrund der Streiks nicht geklappt hat, an Weihnachten nach Hause zu der Familie zu fahren, für den organisierte die Gewerkschaft ein Festmahl am Bahnsteig. Auch, wenn das nur ein Tropfen auf den heißen Stein war.

Ein Ende der Streiks ist frühestens am Mittwoch in Sicht. Dann ist der Punkt gekommen, an dem die finanziellen Lasten für Streikende und Gewerkschaft nicht mehr tragbar sind. Anders als in Deutschland werden den französischen Arbeitern die Löhne nämlich nicht weiter gezahlt.