Darum solltet ihr selbst mal zum Karneval in Köln!

Der Karneval in Köln ist extrem bekannt, genau wie die Umzüge in Düsseldorf und Mainz. Unsere Reporterin findet aber: Der Karneval hat in Köln einen ganz besonderen Stellenwert. Jasmin Schumacher berichtet über ihre Eindrücke.

Selbst die Deutsche Bahn bedankt sich bei der Ankunft am Kölner Hauptbahnhof nicht für die Fahrt, sondern ruft laut ,,Alaaf“ durch den Lautsprecher. Schon kurz nach meiner Ankunft am Kölner Hauptbahnhof wird mir ganz klar zu verstehen gegeben, dass „Helau“ hier als Antwort ganz und gar nicht angebracht ist. 

In den Geschäften kann man an Rosenmontag kaum noch unterscheiden, wer Verkäufer und wer Käufer ist. Aber: Das muss man auch gar nicht. Hier macht eh jeder, was er will. In der Drogerie mal schnell das Make Up auffrischen oder den Bäcker zum Tanzsaal umfunktionieren. Ausnahmezustand. Getränke werden wild untereinander getauscht, ob man sich kennt oder nicht. Die Kinder kriegen so viele Süßigkeiten, dass sie beim Umzug eigentlich gar keine mehr sammeln müssen. Beim großen Umzug durch die Altstadt ist es mir noch immer ein Mysterium, wie man da überhaupt bis nach vorne kommt, um eine Sicht auf die Wagen zu erlangen. Mein Karnevalserlebnis bestand eher daraus, zu jubeln, wenn die Reihe vor mir jubelte. Da war wieder ein Wagen, denke ich. 

Am 24.02. traut sich niemand ohne Kostüm in die Narrenhochburg. Vor allem „Bambi“ und „Haus des Geldes“ sind beliebte Mottos. Dennoch hängt mein Herz noch an der Frau, die als Jesus auf einem Esel durch die Stadt trabte. 

Zur Erleichterung aller Beteiligten bleibt an Rosenmontag alles friedlich und es gibt keine gravierenden Zwischenfälle. Wenn die Kölner eins können, dann ist es halt feiern. Beim morgendlichen Kater am Dienstag helfen dann die Kaffee-Stände an den U-Bahnhöfen. Die Apotheken haben schon mal einen großen Bestand an Aspirin eingekauft. Viele Menschen sind nicht auf den Straßen. Woran das wohl liegt?