Geflüchtete hoffen auf Weg in die EU

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2015 gab es ja die große Flüchtlingskrise, in der über 890 Tausend Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan zu uns nach Deutschland kamen. Fünf Jahre später könnte sich das Ganze nun wiederhohlen, da der türkische Präsident Erdogan bekannt gegeben hat, dass die Grenze zu Griechenland mit über drei Millionen Flüchtlingen geöffnet worden ist. Erdogan fühlt sich von der EU betrogen. Er ist der Meinung, dass die EU sich nicht an das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei gehalten hat und nicht genug Unterstützung gegenüber der Türkei geboten hat. Das sei jetzt die Konsequenz, sagte er. 

Im Netz findet man eine Fülle von Kommentaren. Einige sagen, dass in Deutschland noch Kapazitäten frei seien und wir noch Flüchtlinge aufnehmen können. Sie berufen sich bei ihrer Begründung darauf, dass jeder ein Recht auf ein freies Leben hat, wie es im Grundgesetz steht. Laut ihnen gelte das auch für Asylsuchende. Andere sagen, dass unser Sozialstaat nicht noch mehr Flüchtlingen standhalten würde. Außerdem betonen sie, dass der Schutz für die Asylsuchenden zwar wichtig ist, aber nicht immer Deutschland die Flüchtlinge aufnehmen sollte, sondern auch die anderen europäischen Länder sich beteiligen sollten. 

Eine dritte Gruppe unterscheidet dann auch noch zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen. Sie meinen, dass zwar die Kriegsflüchtlinge in Deutschland ihr Asyl bekommen sollen, die Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Kosovo oder aus Mazedonien aber nicht.