Wer rettet die Luftfahrt? – Konzerne kämpfen mit der Krise

Anstatt auf einer Langstrecke, befinden sich wegen der Corona-Pandemie aktuell viele Fluggesellschaften auf einer Durststrecke, deren Ende noch nicht absehbar ist. Da die weltweite Reisewarnung bis zum Juni verlängert wurde, werden auch in den nächsten Wochen keine Flugzeuge abheben.

Vor allem die Lufthansa ist stark davon betroffen und ringt gerade mit dem Staat um finanzielle Hilfen. Neben einem Rettungsschirm des Staates ist auch eine teilweise Verstaatlichung des Unternehmens möglich. Da die Lufthansa den Staat jedoch am liebsten als stillen Teilhaber und nicht als Partner sehen möchte, werden noch einige Verhandlungen notwendig sein. Ein Punkt, der auch der Ryanair-Chef Michael O´Leary nicht unkommentiert stehen lässt. Seiner Meinung nach bereichere sich die Lufthansa nur am Staat. Er hingegen lehnt staatliche Hilfen für sein Unternehmen ab und versucht es mit eigener Kraft aus der Krise zu schaffen. Damit kritisiert er auch die Firma Condor, die vom Staat mit einem 550 Millionen Euro Kredit gestützt wird, den die EU-Kommission bereits abgesegnet hat.

Insgesamt wird bereits jetzt deutlich, dass nicht alle Unternehmen die Krise überleben werden. Vor allem dann, wenn sie nicht wie Ryanair auf hohe Rücklagen zurückgreifen können. Darunter leiden vor allem die Angestellten, von denen sich die meisten bereits jetzt in Kurzarbeit befinden. Ihre Arbeitsplätze in der Luftfahrt sind gefährdeter denn je.