Schule nach mehr als acht Wochen wieder gestartet

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Wochenlang waren die Flure der Schulen leer gefegt und es herrschte Funkstille. Für viele Schüler geht es schon eingeschränkt wieder los. Fokussiert wird sich auf die Abschluss Jahrgänge, um einen möglichst normalen Abschluss zu erhalten. Je nach Bundesland dürfen auch schon Schulen aus anderen Jahrgängen wieder ein bis zweimal pro Woche im Schichtbetrieb die Schule besuchen. Die Schulen müssen einen Hygiene Plan aufstellen und einhalten. Die Klassen werden aufgeteilt, da nur 15 Schüler in einem Raum unterrichtet werden dürfen.

Davor wurde meistens über das Internet unterrichtet. Per Videokonferenz, E-Mail oder Clouds wurde so unterrichtet, um den Unterrichtsstoff so gut es geht an die Schüler zu überbringen. Für bedürftige Schüler in Deutschland soll es einen Zuschuss von 150 Euro für den Kauf eines Laptops oder anderen Gerätes für den Unterricht zu Hause geben, so Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Auch Kindergärten sollen in der nächsten Zeit den Betrieb schrittweise wieder aufnehmen, um den Kindern einen möglichst normalen Alltag wieder zugeben.

Bis auf weiteres werden keine Klassenfahrten, Ausflüge oder Praktika statt finden. Leistungsschwache Schülerinnen und Schülern sollten wegen der Corona-Pandemie freiwillig sitzen bleiben, so der Präsident des Lehrerverbandes Peter Meidinger. Nach den Sommerferien wird man sich immer noch auf einen eingeschränkten Schulbetrieb einstellen müssen, teilte Kultusminister Vorsitzende Stefanie Hubig. Spekuliert wird auch auf eine Verkürzung der Sommerferien oder Unterricht am Samstag.

Nach mehr als acht Wochen ohne Schule war für viele Schüler der erster Tag sehr ungewohnt. Unser Reporter Tom Thriene berichtet von seinen Eindrücken.

Wir haben noch keinen richtigen Unterricht gemacht, aber unsere Klassen wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Außerdem haben wir keine Nebenfächer wie Erdkunde und Chemie, sondern nur die drei Hauptfächer Mathe, Deutsch und Englisch. Momentan gehen auch nur die neunte und zehnte Klasse zur Schule. Wenn ich in den Bus einsteige, muss ich schon meine Schutzmaske anziehen. Wenn ich an der Schule ankomme, muss ich direkt meine Hände desinfizieren und wenn ich keine Schutzmaske dabei habe, kriege ich eine am Eingang von der Schule. Wenn wir in den Klassenräumen ankommen, müssen alle ihre Händewaschen und danach dürfen wir die Masken abnehmen. Außerdem sitzt immer nur ein Schüler an einem Tisch. In den Pausen müssen wir die Masken wieder aufsetzten und einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten. Meine Parallelklassen haben zu einem anderen Zeitpunkt Pause, damit nicht viele Schüler auf dem Pausenhof sind. Es hat sich viel im Alltag verändert und hoffentlich kommen wir schnellstmöglich wieder in den Alltag zurück.