Neue Coronainfektionen in China – keine Entwarnung für Deutschland

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In der letzten Zeit haben wir ja eigentlich immer aus China gehört, dass es keine neuen Infizierten und Neuansteckungen gibt. Nun die Kehrtwende. Weite Teile Pekings wurden diese Woche abgeriegelt.

Seit gut einem Monat läuft dort das öffentliche Leben wieder relativ normal, einzig und allein die Grundschulen sollten erst jetzt wieder öffnen. Diesen Plan konnte die Regierung aber nun doch nicht umsetzen. Als Ursache für den erneuten Ausbruch in Peking werden nachgewiesene Coronaviren auf Schneidebrettern der Händler auf einem Großmarkt vermutet. Nun sind elf Wohngebiete abgeriegelt und das Verlassen der Wohnung für Bewohner untersagt. Auch neun Schulen und Kindergärten seien betroffen, hieß es weiter. Reisen und Sportveranstaltungen wurden ebenfalls untersagt.
Da in Deutschland die Infektionszahlen mittlerweile konstant niedrig sind, beschließen viele Bundesländer weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. In Brandenburg sind beispielsweise Konzerte mit bis zu 1000 Personen unter Vorlage der Hygiene-Maßnahmen wieder möglich. In Thüringen sind zwar Kontaktbeschränkungen und Mindestabstand aufgehoben, die Maskenpflicht dagegen aber erweitert worden. Dagegen hat NRW Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bis mindestens zum 1. Juli verlängert. Auch die Hygiene-Maßnahmen müssen dort weiterhin beachtet werden.
Der erneute Ausbruch in China zeigt uns, dass niedrige Infektionszahlen keineswegs auf ein schnelles Ende der Pandemie hindeuten. Vielmehr scheint es umso wichtiger zu sein, weiterhin auf Abstand und Hygiene zu achten.