Rücktritt nach Polizeiskandal in Hessen

Foto: Joceline Grotefels / Radio Hitwave

Die Polizei setzt sich eigentlich dafür ein, Straftaten in unserem Land zu stoppen. Doch in Hessen war es scheinbar anders. Das zeigt ein besonders schockierender Fall. An einem Polizeicomputer wurden wohl Daten abgerufen, die für Drohmails an verschiedende Personen des öffentlichen Lebens verwendet wurden. Die Drohmails wurden alle im Namen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“, kurz auch NSU2.0, gesendet. Das Thema ist aber keine Neuheit. Schon seit Ende des Jahres 2018 sind Drohmails und Briefbomben im Namen der NSU2.0 verschickt worden. Schon damals viel der Verdacht auf Polizisten. Udo Münch der Polizeipräsident wurde laut Landeskriminalamt rechtzeitig in Kenntnis gesetzt, dass über Polizeicomputer unerlaubt Daten abgerufen wurden, die mit den Drohmails in Kontakt stehen. Jetzt gibt es auch schon erste Konsequenzen. Münch reichte seinen Rücktritt ein, um in den einstweiligen Ruhestand zu gehen. Sein Rücktritt wurde auch angenommen. Damit zieht er die Kosequenz daraus, dass er die Hinweise nicht weitergegeben hat. Landesinnenminister Peter Beuth sagte, dass Münch die Konsequenzen nicht alleien tragen müsse. Die Ermittlungen gehen weiter und es werden weitere Kosequenzen für Beteiligte geben.